Mobile Internet Explorer jetzt besser? – Teil 1

Windows Phone 8.1

Laut Microsoft soll im Windows Phone 8.1 Update 1 der Mobile IE 11 deutlich verbessert werden.

Microsoft hat mit der Verteilung des Windows Phone 8.1 Update 1 auf die Endverbraucher-Geräte begonnen. Je nach Handy-Modell, Land und Anbieter hat man es schon oder nicht. Viele Verbesserungen sind enthalten – uns interessiert dabei vor allem ein Thema: Der Mobile Internet Explorer 11. Microsoft verspricht einige Änderungen.

Erst mal vorweg: War der IE wirklich so schlecht?

Nach unseren Erfahrungen: Ja. Wir bieten Responsive Webdesign an und unser Ziel ist, dass von uns entwickelte Webseiten auf möglichst vielen Geräten gut funktionieren. Beim mobilen Internet Explorer sind wir jedoch immer wieder auf Stolpersteine gestossen – und auch schon gestolpert.

Hierzu einige Beispiele: Wenn man position: fixed; (ein fixiertes Element, welches während des scrollens innerhalb des Bildschirms stehen bleiben soll) gebraucht hat, flackerte das Element gerne mal komisch rum. Oder wollte man vernünftige Touch-Events einsetzen (wie mit den Fingern Elemente schieben, Drag&Drop), hat Microsofts Browser nicht immer mitgespielt. Auch bei der allgemeinen Darstellung konnte der Browser nie mit der Konkurrenz mithalten, Elemente die verschoben, abgeschnitten waren oder optisch falsch dargestellt wurden, waren keine Seltenheit. Um die Seiten im IE einigermassen Bedienbar zu machen, bediente sich man immer Tricks und Hacks. Was wiederum kein schöner Code war. Leider.

Eins darf aber nicht unerwähnt bleiben: Viele Webseiten werden auch nicht kompatibel entwickelt, die meisten Web-Entwickler optimieren die Webseiten für Webkit-Browser. Also für Safari und Chrome – iPhone und Android. Statt sich auch an den Web-Standards zu bedienen. Klar, das ist auch auf die deutlich kleinere Verbreitung des Windows Phones zurückzuführen. Aber korrekt ist das nicht. Dies führt natürlich dazu, dass viele Webseiten auf Windows Phone grundsätzlich nicht gut aussehen oder schlicht nicht bedienbar sind. Wir sind aber der Meinung: Wenn es schon Standards gibt, dann macht man von diesen auch Gebrauch. Definitiv Web-Entwickler: 0 – Microsoft: 1. Es sollen ja möglichst viele Endverbraucher zufrieden sein. Denn das Internet ist öffentlich und für jeden zugänglich.

Und was ist jetzt neu?

Einiges – verspricht Microsoft. Das Wichtigste und zugleich für Microsoft untypische zuerst: Der Mobile Internet Explorer 11 gibt sich als Webkit-Browser aus. Ja, richtig gelesen – Microsoft hat diesen Schritt gewagt, wenn auch wohl eher nur mit knirschenden Zähnen. Sie wollen damit die Kompatibilität der bestehenden Webseiten steigern – obwohl dies nicht der Standardkonformität entspricht, welche der Internet Explorer bisher treu war. Diesen Grundsatz mussten Sie aufgrund der Benutzer und Entwickler über Board werfen – schliesslich entscheiden genau diese was sich durchsetzt und was nicht.

Mit der neu eingebauten API für Webkit-Features unterstützt der Internet Explorer 11 die beliebtesten CSS Attribute von Webkit. Dazu gehören zum Beispiel Animationen und Übergänge. Gerade hier finde ich persönlich die -webkit-appearance Implementation sehr sinnvoll. Mit dieser können beliebige Elemente individuell dargestellt werden. Sehr nützlich für Formular-Elemente. Diese werden standardmässig optisch dem OS angepasst.

Microsoft hat 500 der meistbesuchten mobilen Webseiten getestet und verspricht, dass die Kompatibilität um 40% (!) gesteigert wurde. Wie oben bereits erwähnt ist diese Massnahme auf die Web-Entwickler, die vor allem für Webkit optimieren, zurückzuführen.

Des Weiteren habe der Windows Hersteller die Touch-Events eingebaut, statt wie bisher ausschliesslich auf den aktuellen HTML5 Standard Pointer-Events zu setzen. Die etwas älteren Touch-Events seien zu verbreitet, meint Microsoft. Und da haben sie völlig recht. Verbesserungen an ihrer eigenen, für den IE entwickelten, Engine „Trident“ wurden ebenfalls vorgenommen. Dies soll die CSS3 Unterstützung weiter verbessern. Was genau implementiert wurde, finden wir noch heraus. Auch in Sachen Bedienung soll sich einiges getan haben.

Zum Schluss

Wie gut die Verbesserungen dann wirklich funktionieren, müssen wir erst noch herausfinden. Leider hat unser Test-Gerät die neusten Updates noch nicht erhalten. Sobald auch unser Gerät das Update erreicht, werden wir dem Update gründlich auf den Zahn fühlen und uns im zweiten Teil dieses Beitrags genauer dazu äussern. Bis dann bleiben wir mal gespannt.

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